Rauchen und Implantate – was Sie wissen sollten

„Darf ich als Raucher überhaupt ein Implantat bekommen?“ Diese Frage hören wir in der Beratung häufig. Die gute Nachricht: Ja, Rauchen schließt Implantate nicht aus. Es gibt aber einiges, das Raucher wissen sollten, damit ihr Implantat lange hält.

Nikotin verengt die Blutgefäße. Das Gewebe wird schlechter durchblutet, und Wunden heilen langsamer. Gerade in den ersten Wochen nach dem Eingriff, wenn das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen soll, ist eine gute Durchblutung aber besonders wichtig.

Ein Punkt wird oft übersehen: Bei Rauchern blutet das Zahnfleisch weniger. Was harmlos klingt, hat einen Haken. Zahnfleischbluten ist eines der ersten Warnzeichen einer Entzündung. Fehlt es, bleibt eine Entzündung am Implantat oft lange unbemerkt, bis bereits Knochen verloren gegangen ist. Regelmäßige Kontrollen und professionelle Reinigungen sind für Raucher deshalb besonders wichtig.

Und wie ist es mit E-Zigaretten, Tabakerhitzern oder Nikotinbeuteln? Sie enthalten zwar weniger Schadstoffe als Zigaretten, das Nikotin wirkt aber auch hier auf die Gefäße. Für die Heilung sind sie daher keine echte Alternative zum Rauchverzicht.

Was Sie selbst tun können: Verzichten Sie möglichst ab einer Woche vor dem Eingriff bis acht Wochen danach ganz auf das Rauchen. Schon diese Pause verbessert die Voraussetzungen für eine gute Einheilung deutlich. Manche unserer Patienten nehmen die Implantatbehandlung auch zum Anlass, ganz aufzuhören, und sind am Ende doppelt froh darüber.

Im Beratungsgespräch sprechen wir offen über Ihr Rauchverhalten und planen die Behandlung und die Nachsorge so, dass Ihr Implantat die besten Chancen hat.

Jede Zigarette weniger ist ein Gewinn – auch für Ihr Implantat.